Wir praktizieren Zazen, die Zen-Meditation in der Tradition des Zen-Lehrers Eihei Dogen der traditionellen und heute am weitesten verbreiteten Zen-Richtung. Dogens Form der Meditation zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Eigenverantwortung und die Persönlichkeit der Übenden betont. Es wird weder mit Visualisierungen gearbeitet, noch werden künstlich besondere geistige oder emotionale Zustände angestrebt. Vielmehr geht es ausschließlich um den Menschen im Hier und Jetzt. Das Besondere am Zazen ist die 'beabsichtigte Absichtslosigkeit'. Die Übenden beobachten in Meditationshaltung den Gedankenfluss, den eigenen Körper und die Umgebung, ohne dabei eine Bewertung vor zu nehmen. Weder wird Unerwünschtes blockiert oder unterdrückt, noch werden vermeintlich positive Zustände werden weiter beachtet oder verstärkt. Die überlieferte Grundhaltung ist einfach erlernbar, aber anspruchsvoll in der Ausübung. Die Übenden erfahren eine tiefe, ihr Leben und ihren Alltag transformierende Wirkung - obwohl, oder vielleicht gerade weil das Einzige, dem man dabei dabei auf eine intensive und einzigartige Weise begegnet, die eigene Person, das eigene Wesen ist. Letztlich ist Zazen eine spirituelle Praxis, mit der man über die beschränkten Sichtweisen seines alltäglichen Bewusstseins hinaus geht. Ein wesentlicher Aspekt der Zen-Meditation ist die tägliche Übung. Die meisten Praktizierenden meditieren morgens, direkt nach dem Aufstehen. Die Grundlage hierfür ist jedoch die gemeinsame Übung, ergänzt um intensivere Perioden wie Zazentage oder Retreats. Zazen heißt sich selbst erkennen, sich selbst erkennen heißt sich selbst vergessen, sich selbst vergessen heißt eins zu werden mit allen Dingen Eihei Dogen, 1200 - 1253 Wann, Wo, Wie, Was?
Wer zum ersten Mal kommt und noch keine Erfahrung mit Zazen hat, benötigt eine Einführung. Diese findet in der Regel Samstags um 17:00 statt, Anmeldung unter 0170 75 95 117. |
